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NATURSTEIN-TROCKENMAUERN

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Die österreichische Landschaft ist naturgemäß aufgrund ihrer Topographie sehr Vielgestaltig. Der Alpenraum und unzählige Flusstäler prägen seit jeher unsere Kulturlandschaft und haben zur Entwicklung einmaliger handwerklicher Fertigkeiten und Kenntnisse geführt. Quer über alle Bundesländer – von Vorarlberg bis in das Burgenland – entstanden seit Jahrhunderten Naturstein-Trockenmauern als baukonstruktive Elemente zur Terrassierung und Sicherung von Hängen und Steilflächen. Die gewonnenen landwirtschaftlichen Flächen bildeten so die Grundlage für die Entstehung wertvoller Kulturlandschaften.

Trockensteinmauern sind das Zeugnis eines sehr ressourcenschonenden Umganges mit lokal verfügbarem Baumaterial, und das Ergebnis einer intelligent gelebten Praxis zur Gewinnung und Instandhaltung dieser landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Wein oder die Anlage von Obstgärten in oftmals steilem Gelände. Intelligent deshalb, weil der Wasserhaushalt im Gelände und der Schutz wertvollen Bodens damit einhergehend ebenfalls gesichert werden konnte.

Von Generation zu Generation wurde das Wissen um den Bau, die Pflege und Instandhaltung dieser Trockensteinmauern weitergegeben.

Die so entstandenen Kulturlandschaften stellen heute einen unschätzbaren Wert dar und sind vielfach Teil „idealisierter“ Landschaften bzw. Landschaftsbilder. Als ökologisch wertvoller - weil vielfach kleinstrukturierter - Produktionsraum und Erholungsraum sind sie für unsere heutige Gesellschaft wichtiger denn je.

Regional hat das Erscheinungsbild dieser mit Trockensteinmauern terrassierten Landschaften zur Entstehung von weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Landschaftsräumen geführt, die heute in der touristischen Bewerbung nicht mehr wegzudenken sind. Gerade in der Wachau kulmiert die Symbiose aus malerischen Landschaftsformen, dem Donaustrom, mit Wein und Obstbäumen bepflanzten Terrassen, und den unverkennbaren landschaftsprägenden Trockensteinmauern zu einem perfekten Gesamten, das jedes Jahr Millionen Besucher anzieht und so für die Wachaugemeinden die Stütze touristischer Einnahmen darstellt.

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Regional hat das Erscheinungsbild dieser mit Trockensteinmauern terrassierten Landschaften zur Entstehung von weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Landschaftsräumen geführt, die heute in der touristischen Bewerbung nicht mehr wegzudenken sind. 

Gerade in der Wachau kulmiert die Symbiose aus malerischen Landschaftsformen, dem Donaustrom, mit Wein und Obstbäumen bepflanzten Terrassen, und den unverkennbaren landschaftsprägenden Trockensteinmauern zu einem perfekten Gesamten, das jedes Jahr Millionen Besucher anzieht und so für die Wachaugemeinden die Stütze touristischer Einnahmen darstellt.

Moderne Baustoffe sind (kaum) eine Alternative zur Gestaltung und Terrassierung dieser einmaligen Landschaften. Die Trockensteinmauer fügt sich auch gestalterisch perfekt in die Landschaft ein. 

Aus ökologischer Sicht zeigen zahlreiche Studien die hohe Bandbreite an mikroklimatisch differenzierten Lebensräumen, die sich rund um das Bauwerk Trockensteinmauer einstellen und so vielen geschützten Pflanzen- und Tierarten wertvolle Lebensräume bieten (etwa für die Smaragdeidechse).

Seit etwa zwanzig Jahren rückt das jahrhundertealte Wissen um die Errichtung und den Erhalt von Natursteintrockenmauern in Österreich wieder in den Fokus eines neuen Bewusstseins um dieses besondere Handwerk. 

In enger Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und Grundeigentümern und der Schaffung eines breiten Netzwerkes wurde die Grundlage für den Fortbestand und Erhalt dieser Handwerkskunst gelegt. Neue Arbeitsplätze entstanden und in Weiterbildungskursen wurde das Wissen ausgetauscht.

Die Vernetzung erfolgte europaweit bis hin nach Portugal und Irland, und es zeigte sich im internationalen Vergleich der Wert heimischer Trockenmauerlandschaften umso deutlicher.

Naturstein-Trockenmauer ist Kunst und Hermann unser Künstler:

Hermann

Hermann, du baust seit 25 Jahren Trockenmauern, was fasziniert dich daran? 

Ich baue seit 25 Jahren Trockensteinmauern und es ist für mich jedes man faszinierend, dass man aus so einfachen Mitteln ein schönes Bauwerk errichten kann. Bei jedem Stein muss man sich sorgfältig überlegen, ob er passt und auch hält, da es kein Bindemittel gibt.

Wie lange hält so eine Trockenmauer? 

Die Steinmauer hält nur durch Reibung. Darum ist es wichtig, dass keine Hohlräume in der Mauer sind. Der Aufbau der Steinmauer richtet sich nach der fertigen Höhe. Das Fundament sollte ca. ein Drittel von der Höhe betragen und etwa 5 Prozent zum Hang geneigt sein. Wenn der Untergrund stabil ist, sollte eine Steinmauer mindestens 100 Jahre halten. 

In der Wachau gibt es Mauern, die jetzt schon 200 Jahre alt sind, aber irgendwann werden auch diese Steine kaputt. Wie sieht eigentlich so ein Arbeitstag bei Dir aus? 

Diese Arbeit ist körperlich sehr schwer, aber Etwas mit Vorstellungsvermögen und Fleiß zu schaffen, ist ein tolles Erfolgserlebnis. Warum gibst du dein Wissen weiter? Leider gibt es immer weniger die diese Arbeit machen wollen, da sie sehr schwer ist, aber ich freue mich immer wieder, wenn ich junge Mitarbeiter begeistern kann, leider auch oft nur für kurze Zeit.

Hermann vor Steinmauer

Warum bzw. wann lohnt sich der Erhalt, und was braucht es dazu? 

Wie jedes Projekt braucht es einen Bauherrn, der sich das leisten will und kann, darum freut es mich besonders meine Freude und mein Wissen in jedem Projekt eng mit Absprache des Bauherrn umsetzen zu dürfen. 

Wo gibt es in Österreich Trockensteinmauern und wo werden Projekte im Weinbau umgesetzt? 

Eines meiner größten Baustellen ist das Weingut Knoll In Unterloiben, da durfte ich schon einige tausend Metter Steinmauern ausbessern oder neu errichten. 

Was treibt Dich persönlich in Deinem Beruf an? 

Es gibt bei mir nicht das Projekt, das sich nach der Größe oder dem Auftragsvolumen orientiert, sondern das Bestmögliche geleistet zu haben.

Wünsche? 

Mein persönlicher Wunsch ist es, dass mein Körper noch einige Jahre mitmacht, um noch einige Projekte zu verwirklichen zu können. 

Fleisch oder Gemüse? 

Ich esse gerne alles, aber ohne Fleisch habe ich keine Kraft. 

Welche Weine trinken Sie gerne? 

Ich trinke gerne einen Riesling, besser weniger aber dafür mit Qualität.